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Wenn es nachts um elf plötzlich rüde gegen die Tür hämmert, sind das im allgemeinen nicht wohlgelaunte Freunde mit einem Sechserpack Bier. Schon gar nicht, wenn man vormittags in der Bank um die Ecke seine neue Maschinenpistole vorgeführt hat. |
1. Vor der VernehmungPolizisten sind auch nur Menschen. Mit all den kleinen Fehlern und Ängsten, die auch uns Normalbürger plagen.Wenn Sie also Wachtmeister Weber den Gartenweg in Richtung Haustür entlangschlurfen sehen, sperren Sie erstmal den Hund weg. Polizisten sind im Gegensatz zu Briefträgern oder Milchmännern meist nicht an Hundebisse gewöhnt und machen unnötigen Lärm. |
2. Beginn der VernehmungGleich zu Beginn des Gesprächs sollten Sie einen kleinen Intelligenztest machen, das hat sich insbesondere bei Vernehmungen als Beschuldigter bewährt. |
3. Erlaubte TricksBieten Sie dem Polizisten ein gutes Gläschen Wein oder auch was Stärkeres an. Ein angeheiterter Ermittler geht gleich viel nachsichtiger zu Werke. Ganz abgesehen von der Wirksamkeit einer kleinen Erpressung, wenn der gute Mann nach dem Verhör sturzbetrunken in den Dienstwagen kriecht. |
4. VernehmungspausenZieht sich die Vernehmung länger hin, geben Sie dem Polizisten die Möglichkeit, in Ruhe sein Pausenbrot zu essen. Lassen Sie ihn nicht ins Esszimmer. Es macht einen schlechten Eindruck, wenn Sie sich mit Lachshäppchen und Kaviar voll stopfen, während er an Mutterns Butterstulle würgt. |
5. Bohrende FragenSeien Sie bei der Vernehmung wachsam. Fangfragen hat das Bundesverfassungsgericht verboten. Wenn der Kommissar also Dinge wissen will, wie etwa "Schlagen Sie Ihre Frau eigentlich immer noch?" oder "Haben Sie immer noch Hämorrhoiden?", brauchen Sie nicht darauf zu antworten. |
6. PolizistinnenWeibliche Ermittlungsbeamte bringen häufig zur Verstärkung einen Kollegen mit, manche auch nur Ihren Freund. Lassen Sie sich grundsätzlich immer die Dienstausweise zeigen. Wenn der Kollege irgendwas wie "den hat die Katze gefressen" murmelt, ist er nur der Freund und darf beim Verhör nicht zuhören. Sie können verlangen, daß er sich die ganze Zeit die Ohren zuhält und leise singt. Evtl. können sie den Kerl auch während der Vernehmung mit leichter Hausarbeit beschäftigen. |
7. ProblemlösungenStreiten Sie sich nicht während der Vernehmung. Sollten bei der Befragung zur Person zwischen Ihnen und Ihrer Frau Meinungsverschiedenheiten auftreten, z.B. die Anzahl von Kindern, Liebhabern etc. betreffend, dann schalten sie dem Beamten den Fernseher ein, damit er sich nicht langweilt, während Sie im Nebenraum in aller Ruhe diskutieren. Drehen Sie notfalls den Ton etwas lauter. |
8. Ende der VernehmungDie Vernehmung ist beendet, wenn dem Ermittlungsbeamten keine Fragen mehr einfallen, oder er - alkoholbedingt - nicht mehr in der Lage ist, sie verständlich zu formulieren, wenn er nicht mehr aufrecht am Tisch sitzen kann oder auf Zuruf nicht mehr reagiert. |
9. Falsche PolizistenErmittlungsbeamte, die Sie nachts in Ihrer Wohnung ohne Dienstausweis und mit Ihrem Tafelsilber erwischen, sind zu keinem Verhör berechtigt. Gleiches gilt für leichtgeschürzte Kommissare im Schrank Ihrer Frau. In den beiden genannten Fällen können Sie darauf bestehen, dass diese Leute am nächsten Tag in ordnungsgemäßer Kleidung und mit Dienstausweis noch einmal antraben. |
10. AbschiedTrinkgelder sind bei manchen Polizisten zwar sehr beliebt, aber ganz eindeutig verboten. Achten Sie also darauf, dass Ihre Hand beim Händeschütteln zum Abschied leer ist. Evtl. können Sie sich auch drücken, indem Sie ihm die Hand verweigern und etwas murmeln wie "gerade in der Nase gebohrt". Falls er Sie offen um ein wenig Schmiergeld anhaut, womöglich irgendwas von der stockblinden Oma tuschelt, der nur noch eine Operation in Amerika helfen kann, kontern Sie nicht, dass sich Schmiergeld nur vom Staatsanwalt an aufwärts lohnt (auch wenn es stimmt). Nein, schluchzen Sie los, und erzählen von Ihrer armen Tante, die durch einen Fehler des plastischen Chirurgen beim Liften erstickte. |
Ich weiß nicht mal mehr, wo ichs herhab, aber Leute, bitte nehmt's net allzu Ernst! ![]()
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